SPD-Kreistagsfraktion wünscht Nachbesserung bei den Flüchtlings-integrationsmaßnahmen (FIM) des Bundes

Veröffentlicht am 05.05.2017 in Kreistagsfraktion

In ihrer Fraktionssitzung im April hat sich die SPD ausführlich mit der AWO Rheinfelden über die erfolgreiche Integrationsarbeit von Flüchtlingen in den Berufsalltag informieren lassen. Dabei war sie beeindruckt von den vielfältigen Positionen, in denen zwischenzeitlich Flüchtlinge in das sogenannte FIM-Programm eingebunden werden konnten. Allerdings zeichnet sich auch in deutlicher Form ein notwendiger Änderungsbedarf der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive in das Berufsleben ab.

 

Vier Punkte hat die SPD hierbei ausgemacht. Als ersten Punkt wird eine zu geringe Geltungszeit des Programms von derzeit sechs Monaten gesehen. Dieser Zeitraum reicht nach Auffassung der örtlichen Experten nicht aus, um eine gute und dauerhafte Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsalltag zu gewährleisten. Gerade nach einem längeren Zeitraum stellen sich bei den einzelnen Betroffenen gute Eignungen heraus, vollständig in die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Positionen Eingang zu finden. In solchen Situationen können dann keine weiteren Erfahrungen nach sechs Monaten gesammelt werden.

 

Als zweiten Punkt wird für ausbildungsbereite Betriebe ein größerer Planungssicherheitszeitraum als derzeit ein Jahr für notwendig erachtet. Es zeigt sich, dass Integration gerade bei den Betrieben auch einen erhöhten persönlichen Einsatz erfordert und gerade deswegen die notwendige Zufinanzierung über einen längeren Zeitraum gesichert werden sollte.

 

Als dritten kritischen Punkt wird eine gleiche Entlohnung wie bei den derzeitigen Fällen bei Langzeitarbeitslosen gesehen. Es sei der Öffentlichkeit nicht vermittelbar, wenn gerade öffentliche Träger Flüchtlinge zu einem Stundensatz von 0,80 Euro und deutschen Langzeitsarbeitslose hingegen zu 1,05 Euro entlohnen.

Schließlich erscheint es auch notwendig, geduldete Flüchtlinge in das Programm aufzunehmen, weil deren Zukunft aufgrund der langwierigen Verfahren sich zeitlich stärker ausdehnen als ursprünglich vermutet. „Gut gedacht, aber schlecht gemacht“, bezeichnete Kreisrätin Gabriele Weber, das an sich begrüßenswerte FIM-Programm. Es bedarf deswegen dringend der vorgeschlagenen Anpassungen. Die SPD will sich bereits in der nächsten Sozialausschusssitzung für eine entsprechende Resolution des Landkreises in geschildeter Richtung stark machen.

 

 

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